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Begegnungen

An den meisten Menschen, die einem im Leben begegnen läuft man vorbei, als würde es keinen von ihnen geben.
Doch dann gibt es Menschen, da bleibt man einfach stehen
und hat das Gefühl, ihnen direkt in die Seele zu sehen.

Noch öffnet sich nicht das Herz,
viel zu groß ist die Angst vor neuem Schmerz.
Doch mit Geduld und Wärme, Liebe und Vertrauen
lässt sich diese Furcht langsam abbauen.
Tiefe Verbundenheit knüpft dann ein inneres Band
und man reicht diesem Menschen seine Hand.

Diese Begegnung verändert schließlich ein ganzes Leben
was wäre geschehen, hätte es diesen Zufall nicht gegeben?
Hielt das Schicksal nur diese Begegnung für mich bereit?
Hätte es mich je aus meinem Denken befreit?

Es gibt noch so viele offene Fragen,
eines kann ich jedoch gewiss schon sagen
Das Schicksal wird mein Leben weiter gestalten,
egal was es vor hat,
diesen Menschen werde ich immer im Herzen behalten.

Anja B.

3 Kommentare Anja verlinken 6.11.08 14:10, kommentieren



Begegnungen die ein Leben verändern.

Ja ich kann sagen ich hatte eine Begegnung die mein Leben verändert hat. Ich traf auf dich Anja. Es ist eine Begegnung die mich wieder aufleben läßt, die mir viel gibt. Ich bin glücklich das ich dich getroffen habe, das wir so viel miteinander reden, das du mir so ab und zu den Kopf zurecht setzt wenn es um marcel geht, das alles und deine Liebe machen mein Leben wieder schön. Ich habe mein Herz schon lange geöffnet und sämtliche Ängste abgebaut. Ich bin nur noch glücklich mit dir.

in aller Liebe dein Norbert

Norbert verlinken 10.11.08 20:52, kommentieren

Denken...

...denken, denken.... Wiedermal bin ich nur am Denken... Kann man eigentlich nichts denken? Nein ich denke nicht, dass man nichts denken kann.... dieses Wortspiel könnte ich wahrscheinlich noch stundenlang weiterspinnen, aber mal im Ernst... Warum war gestern noch alles so einfach und heute erscheint mir alles wieder so ausweglos. Sicher habe ich gestern auch nachgedacht, sogar über die selben Themen wie heute, doch während gestern diese Gedanken noch gelb, rot, orange waren, sind sie heute in ein tiefes schwarz gehüllt.

Positiv Denken heißt es immer, ok ich versuche es und dann der Absturz, aber warum? Ist dieses Positive Denken nur ein Schein und man erkennt genau dies mit einem mal? Oder ist es genau andersrum? Es ist doch eigentlich alles in bester Ordnung und mit einem Mal erscheint einem alles nur negativ?
Diese Gedanken führen ins Nichts, sie deprimieren, verunsichern und letztendlich dreht man sich im Kreis. Allen, denen es ähnlich geht, rate ich immer, nehmt Euch eine Auszeit verkriecht Euch irgendwo und dann geht neu heran an die Sache. Ich selbst schaffe es nicht, diesen Rat zu befolgen. Abgesehen davon, dass ich nach wie vor das Gefühl habe, dass ich nirgends hin kann, was nicht an meinen lieben Freunden, sondern nur ganz allein an mir und meiner Unfähigkeit zu vertrauen liegt, habe ich wahnsinnige Angst, dass ich es nicht mehr zurückschaffe, wenn ich mich einmal verkrochen habe.

Also geht es weiter dieses Denken, Denken, Denken... mal sehen was sich meine Gedanken noch so für mich ausdenken... 

2 Kommentare Anja verlinken 17.11.08 18:57, kommentieren

Leise rieselt der Schnee...

...und mit dem Schnee kehrt langsam Ruhe ein.

Ich liebe den Winter, mit seiner bezaubernden Schönheit, seiner Reinheit und seiner Geborgenheit. Stundenlang könnte ich am Fenster sitzen und zuschauen, wie die weichen Flocken niederschweben und das schmutzige Grau des Novembers in eine weiße Traumwelt verwandeln. Doch der Schnee bedeckt nicht nur die leeren Felder und verblühten Wiesen, nein er deckt auch meine Gedanken zu. Er vermittelt Ruhe und Geborgenheit und lässt meine Gedanken wie die weißen Flocken schweben. Ich träume mich in meine Kindheit zurück und kann diese Unbeschwertheit von damals fühlen, als die Welt noch hinter dem nächsten Hügel zu Ende war, als man nach einem Tag im Schnee und einem Bad glücklich, zufrieden und mit roten Bäckchen in Vorfreude auf den Weihnachtsabend eingeschlafen ist und noch nicht über das was wäre wenn und das warum überhaupt nachgedacht hat...

Eiskalte kleine Hände auf meinem Gesicht lassen mich zurückkehren aus meiner Traumwelt und ich sehe meinen Sohn mit seinen roten Wangen, durchgefroren aber glücklich kuschelt er sich an mich und weiß gar nicht ob er mir zuerst von der Schneeballschlacht, dem Schlittenfahren oder vom Schneemann erzählen soll. Ich weiß wie er sich sich gerade fühlt, habe ich mich doch gerade in diese Zeit zurückgeträumt. Gemeinsam schauen wir uns den Schnee an und ich erzähle ihm, wo die Schneeflocken wohnen und von dem weiten Weg, den sie bis zu uns herunter haben, so wie es mir meine Eltern damals erzählt haben und ich voller Spannung diese Geschichten hörte...

Es ist der Lauf der Dinge... irgendwann kommt auch für meinen Sohn der Zeitpunkt, wo er all diese Dinge nicht mehr aus seiner Kindlichkeit heraus betrachtet, aber ich wünsche ihm, dass dies noch sehr lange dauert und vor allem hoffe ich und werde alles dafür tun, dass ich ihm eine Grundlage schaffen kann, dass auch er eines Tages am Fenster sitzt, zuschaut wie der Schnee langsam und leise die Welt bedeckt und mit einem Lächeln an seine Kindheit zurückdenkt.

3 Kommentare Anja verlinken 24.11.08 11:30, kommentieren

Kann ich noch etwas für Sie tun...

...hieß es früher einmal. Heute erwartet man schon fast ein "Was wollen Sie denn noch?" Die Servicewüste Deutschland hat sich mir heute gleich zweimal von ihrer besten Seite gezeigt und wir haben erst 12 Uhr, also es besteht noch Hoffnung, dass ich Kamel heute noch einmal durch diese Wüste muss...

Eigentlich versprach der Morgen einen entspannten Tag. Ein fröhliches Kind, keine Hektik zu Hause, auch keine "brennenden" Akten auf dem Schreibtisch. So dass ich nach einem gemütlichen Frühstück losfahren konnte, noch einen kleinen Abstecher zur Post und dann in Ruhe auf Arbeit, was schon lange nicht mehr möglich war. Dieser klitzekleine Abstecher, ein Umweg von ca. 400 m, sollte jedoch meinen so entspannten Tag zu einem nervigen Tag werden lassen... ich weiß nicht, was das Navi dem Autofahrer vor mir gerade ins Ohr geflüstert hat, oder was auch immer ihm gerade einfiel, jedenfalls blieb er mit einem mal ohne ersichtlichen Grund stehen. Da ich heute ausnahmsweise mal vorschriftsmäßig gefahren bin, denn ich hatte ja Zeit, habe ich es auch noch geschafft zu bremsen, was der Fahrer des Geländewagens hinter mir nun nicht mehr behaupten kann... Toll... mein erster Gedanke... Das wars mit dem schönen Tag...mein zweiter Gedanke... Bloß gut dass ich nicht mit dem neuen Auto unterwegs bin...mein dritter Gedanke. Ok alles nicht so schlimm, mir nichts passiert, den anderen offensichtlich auch nicht, nur Blechschaden, zumindest an meinem Auto - na wenigstens weiß ich jetzt, wozu diese tollen Chromstoßstangen und Stoßfänger an den Geländewagen vorn gut sind - also übliges Prozedere, Straße freimachen, Polizei anrufen, Daten austauschen... denkste... Was ist nur los mit den Leuten? Der Autofahrer vor mir fährt zuerst an die Seite, schaut sich um und schwubs gibt er Gas und weg ist er. Ich möchte mal wissen, was diesen Leuten in diesem Moment durch den Kopf geht. Denkt er, ich kann nicht lesen? Ich finde es einfach eine bodenlose Frechheit, na ja er wird ja nun sehen, was ihm diese Aktion bringt, aber das ist ein anderes Thema...

Nun zurück...Ich verlange ganz bestimmt nicht, dass die Polizei sofort erscheint, wenn keine Personen zu Schaden gekommen sind, doch wenn man mir am Telefon sagt, dass die Beamten GLEICH vorbeikommen, dann gehe ich eigentlich auch davon aus, das GLEICH in Kürze zumindest aber in absehbarer Zeit tatsächlich jemand vorbeikommt. Offensichtlich haben die hiesige Polizei und ich unterschiedliche Definitionen für GLEICH, denn GLEICH bedeutete 1 1/2 Stunden und ein Erinnerungsanruf. Offensichtlich war GLEICH aber immer noch zu schnell für die Herren Beamten, was sich deutlich an deren Laune erkennen ließ. Vielleicht bin ich etwas anspruchsvoll, aber dienstliche Sachlichkeit war das nicht mehr, sondern einfach nur Unhöflichkeit gepaart mit Überheblichkeit... wer weiß vielleicht hätten wir uns für den Unfall doch lieber eine Zeit nach der Frühstückspause aber natürlich vor der Mittagspause aussuchen sollen...Zumindest vermittelten die Herren diesen Eindruck. Ja unsere Polizei ist eben kein Dienstleistungsunternehmen, also Service und Freundlichkeit... Fehlanzeige! Der Gerechtigkeit und der Vollständigkeit halber möchte ich jedoch erwähnen, dass ich auch schon andere Situationen erlebt habe, in denen ich heilfroh war, dass wir unsere Polizei haben...

...Mit 2 Stunden Verspätung konnte ich dann endlich zur Post fahren. Dort erwartete mich die nächste Serviceglanzleistung...

....wollte ich doch tatsächlich bei der Post ( nebenbei sei erwähnt, dass ich extra zur Großannahmestelle gefahren bin, die nur für diese Angelegenheiten eingerichtet wurde ) 70 Infobriefe zum Versand abgeben. Als ich mit meinem Stapel Briefen dort auftauchte, sah ich der Mitarbeiterin schon an, dass dies wohl zuviel verlangt war für einen Donnerstag Vormittag. Nachdem ich dann eine viertel Stunde zusehen durfte, wie sie vollkommen überfordert die entsprechenden Angaben in den Computer "eingehämmert" hat - anders kann man das wirklich nicht bezeichnen- und sich hinter mir schon eine grummelnde Schlange gebildet hatte, drückt sie mir den Stempel und Stempelkissen in die Hand, mit der Bemerkung, dass ich ja sehe, dass sie keine Zeit dafür hätte und ich die Briefe selbst mit dem Infopoststempel versehen solle oder eben warten müsste. Ok... Freundlich bleiben...das aufkommende Gefühl von Groll unterdrücken und losstempeln... Lieber Infopoststempel... es tut mir leid, ich weiß, es wäre nur halb so viel Kraft nötig gewesen, doch ich habe festgestellt, dass sich diese kleinen inneren Agressionen durch stempeln abbauen lassen, wenn man nur ordentlich auf Stempelkissen und Papier haut...

Bei einem Stundensatz von Hundert Euro, die man eigentlich verdienen könnte und vor allem müsste, kann man unterdessen auch mal 1 1/2 Stunden auf die Polizei warten oder eben Briefe stempeln.

Good old Germany... was ist nur aus Dir geworden? Es geht ja nicht einmal vordergründig darum, dass ich warten und stempeln musste, vielmehr war ich über die Art und Weise des Auftretens der Betreffenden entsetzt. Ein freundliches es tut mir leid, dass Sie warten mussten oder wären Sie so nett, die Briefe selbst zu stempeln, hätte vollkommen genügt und diesen Blogeintrag würde es nicht geben. Ich weiß, dass die Menschen, die ich hier in meiner Aufgebrachtheit angreife, in den wenigsten Fällen dafür können und deren Verhalten nur die Folge von Wegrationalisierungswut, Sparzwang, Profitgier und Ungleichbehandlung sind. Dennoch ich finds schade, denn damit verfällt auch ein bisschen unsere Kultur... Es geht soviel verloren...Nicht nur, dass diese Menschen sehr wahrscheinlich keine Freude mehr bei der Arbeit haben, sondern es als notwendiges Übel betrachten, was schon traurig genug ist, nein auch so wichtige Eigenschaften wie Entgegenkommen, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft, die doch gerade das Zusammenleben in der Gesellschaft ausmachen, gehen so verloren...

3 Kommentare Anja verlinken 27.11.08 12:37, kommentieren