Sie schreibt sich selbst einen Brief, in dem groß zu lesen ist...

1 Kommentar Anja am 23.6.09 09:30, kommentieren

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Der Sinn des Lebens...

Welchen Sinn hat das Leben? Hat sich diese Frage nicht jeder einmal gestellt? Ist es nicht die Frage aller Fragen? Immer wieder, insbesondere wenn ich an Weggabelungen stehe, stelle ich mir diese Frage, gibt es einen Grund dafür, dass ich vor diesen für mich so unlösbar erscheinenden Entscheidungen stehe? Worauf muss ich schauen, um nicht den falschen Weg zu gehen? Wonach kann ich entscheiden? Ist der Sinn etwa vorgegeben, gibt es ein Schicksal und es ist gar nicht meine Entscheidung, sondern ich würde ohnehin immer den vorgegebenen Weg gehen?

Oder ist es wieder eine Frage von Angst und Mut, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht nur schicksalhaft zu ertragen. Ich denke, den Sinn des Lebens erkennt man erst an dessen Ende, eben weil man erst dann rückblickend seine Entscheidungen und Handlungen im Leben betrachten kann, die dem eigenen Leben den Sinn gegeben haben... und genau das ist der Schlüssel... Ich sollte mich nicht ständig nach dem Sinn des Lebens fragen, sondern meinem Leben einen Sinn geben.

3 Kommentare Anja am 18.6.09 10:44, kommentieren

Fassungslos...

VERGRABEN....

GEFUNDEN...

GEBORGEN...

GELIEBT...

GESTRITTEN...

ZERISSEN... 

ZERSTÖRT... 

 

... ich finde den Ausgang nicht!  

1 Kommentar Anja am 17.6.09 14:49, kommentieren

Endlich Urlaub....

...klingt vielversprechend, oder? Klingt leider nur so... Eigentlich brauche ich dringend Urlaub, na ja eigentlich brauche ich ein neues Leben, aber man könnte ja mal mit einem Urlaub anfangen. Wovon brauche ich Urlaub? Von meiner Arbeit? Nein..., klar ist es manchmal stressig, aber ich brauch das und es macht mir Spaß. Den Urlaub brauche ich um mal meinem Leben hier zu entkommen. Diese Lügen, dieses Doppelleben, diese Schauspielerei... davon brauch ich Urlaub, einfach nur ich selbst sein, mich auf mich und meinen Sohn konzentrieren, einfach mal die Anja ablegen, die von mir erwartet wird... Diese Rückzugsmöglichkeit wird mir in diesem Urlaub genommen. Ich kann die Maske nicht ablegen, weil Freunde mit uns in den Urlaub kommen, seine Freunde...und wie sieht es denn vor denen aus, wenn ich nächtelang am Strand spazieren gehe, mich vollkommen zurückziehe, schließlich kann ich ihm und seinen Freunden doch den Urlaub nicht damit versauen... Doch ich könnte, mach ich aber nicht, weil ich nämlich das Echo danach nicht vertrage. Sie wollen Spaß und Gute Laune... werden sie bekommen...

Ich trete auf der Stelle, ich komme keinen Schritt weiter, ....ich hätte diesen Urlaub von dem ICH der Anderen dringend gebraucht....

1 Kommentar Anja am 5.6.09 10:13, kommentieren

Die Katastrophe ist planbar...

... es ist wie in eine enge Parklücke einparken, man manövriert hin und her, vor und zurück, bis irgendwann gar nichts mehr geht...

Wenn ich mein eigenes Leben derzeit als Aussenstehende betrachten würde, würde ich wahrscheinlich kopfschüttelnd vor mir selbst davonlaufen! Was mach ich hier eigentlich? Wollte ich nicht Ordnung in mein Leben bringen? Sollte ich nicht endlich mal wissen, was ich will? Statt dessen laufe ich hin und her, mal drei Schritte vor und zwei wieder zurück, mal fünf Schritte vor dafür sieben wieder zurück und das mal ganz abgesehen von den Berg- und Talfahrten zwischendrin.

Ich hatte einen neuen Plan... einfach alles auf mich zukommen lassen und das Beste draus machen... ich kann das einfach nicht, obwohl ich nichts tue, fühle ich mich verantwortlich für das Handeln anderer... in dem einen Moment freue ich mich darüber und versuche es einfach zuzulassen und im nächsten Moment sehe ich die Katastrophe auf mich zurasen und will am liebsten sofort die Notbremse ziehen... Das hört sich jetzt vielleicht noch ganz normal an, aber dieser Zustand wechselt bei mir inzwischen täglich und ich bin so langsam am Ende, wieder mal, weil sich meine Gedanken und Gefühle überschlagen, sich überholen und es einfach nur noch ein einziges Wirrwarr ist. Und ich schaue weiter zu wie sich alles nur noch mehr verstrickt und es vielleicht irgendwann nicht mehr vor und zurück geht, zumindest nicht ohne erhebliche Beulen und Schrammen...

Und das schlimme für mich daran ist die Frage, warum fühl ich mich denn so? Mir müsste es gut gehen, ich habe so ein schlechtes Gewissen den Menschen gegenüber, denen es wirklich schlecht geht und die das tapfer durchstehen, ich weiss nicht warum ich das nicht (mehr) kann...

Ich hab versucht ein anderes Leben zu leben, es klappt nicht weil ich Angst habe vor dem neuen Leben und weil ich den Absprung aus dem alten nicht schaffe... Ich hab versucht in mein altes Leben zurückzukehren, auch das klappt nicht, weil ich so viel über mich über das Leben und über die Liebe erfahren habe, dass dort einfach kein Platz mehr für mich ist. Und nun? Offensichtlich ist diese Parklücke, die eigentlich MEIN LEBEN heisst nicht für mich bestimmt....

4 Kommentare Anja am 5.5.09 14:40, kommentieren

Mein lebenswertes Leben

Unverständnis... darauf treffe ich in letzter Zeit häufig... Sind meine Gedanken, mein Handeln so abwegig, dass nur ich es verstehe? Und warum überhaupt muss ich mich immer und überall für meine Entscheidungen rechtfertigen ? Es ist doch mein Leben und ich muss dieses Leben leben, daher kann ich doch auch nur sagen, wie es weitergehen soll... Ich bin nicht gefestigt genug um mich in die Brandung zu stellen und alle guten oder weniger guten Ratschläge abprallen zu lassen und zu sagen: Das will ich, dass kann ich, das schaff ich! Immer wieder lasse ich zu, dass Meinungen anderer mich irgendwie beeinflussen, mich zweifeln lassen, dass meine Entscheidungen richtig sind! Ich hasse dieses Gefühl genau zu wissen, manipulierbar zu sein und doch nicht dagegen ankämpfen zu können. So werde ich nie meinen Weg finden, nie wissen was ich eigentlich will und irgendwann frisst mich das auf!

Nun versuche ich wieder mal mit dem Kopf ran zu gehen, abzuwägen, was brauche ich und was ist wichtig für mich, was macht das Leben für mich lebenswert! Sind Liebe und Geborgenheit Grundbedürfnisse, auf die man zugunsten von Sicherheit, Planbarkeit und Vorausschaubarkeit verzichten kann? Wenn ja wie lange? Liebe kann doch nicht alles sein im Leben? Ich habe es so satt, dieses Märchendenken, dass Liebe alles schafft, dass Liebe das Wichtigste ist, dass alles andere rundherum sich danach fügt! Es klingt so heuchlerisch denn es gibt doch noch so viele andere Dinge, die heute so wichtig sind, selten gibt jemand zu, dass es genau diese Dinge sind, die das Leben lebenswert machen, Dinge wie Anerkennung, Erfolg, Spaß, Freiheit, Gesundheit und nicht zuletzt Verständnis.

Und auch Verständnis dafür, dass einfach jeder für sein eigenes Tun und Handeln verantwortlich ist und dass über Richtig oder Falsch nur der Betroffene selbst rückblickend urteilen kann. Ich weiss nicht, ob meine Entscheidungen richtig oder falsch sind, ich werde es erfahren und damit leben müssen, sollte es nicht der Richtige Weg gewesen sein... aber eines weiß ich, Rechenschaft bin ich niemandem dafür schuldig!

Anja am 6.4.09 13:59, kommentieren

Mädchenträume

es gibt immer wieder neue Ziele im Leben, manchmal muss man umplanen, manchmal alte Ziele und Wünsche verwerfen, manchmal kommen einfach neue hinzu...doch nichts ist so schwer wie seine Mädchenträume aufzugeben, die die man als junges Mädchen geträumt hat, wie man sich eben in seiner Unbeschwertheit und noch nichtsahnend von den Hürden des Lebens das Leben erhofft, erträumt und schließlich auch darauf hingearbeitet hat. Es ist ein bisschen so, als wäre das bisherige Leben umsonst gewesen und nun muss man noch einmal von vorn beginnen... ich weiss ja, dass es nicht so ist, denn natürlich hat man viel erlebt, aus Fehlern gelernt und auch das Schöne genossen, man ist reifer geworden und erkennt, dass auch ein anderes Leben, als das vormals erträumte Leben, schön sein kann und dass man auch auf einem anderen Weg als dem vorgezeichneten glücklich werden kann. Wehmut wird mich noch eine Weile begleiten, denn einen Traum zu begraben ist immer auch mit Schmerz und Traurigkeit verbunden, aber ich bin bereit für neue Träume und das beruhigt mich ein wenig... auch wenn es keine rosaroten Mädchenträume mehr sind, ich habe es nicht verlernt.... ich kann noch träumen! Und so lange ich das noch kann, habe ich noch Hoffnung auf Glück und Zufriedenheit.

2 Kommentare Anja am 29.3.09 18:51, kommentieren